Jeden November laden die Hochschulen des hFMA Netzwerkes zum hessischen Hochschulfilmtag ein. Hier dürfen Studenten ihre Projekte vor Fachpublikum präsentieren und pitchen. Dazu gehört auch die traditionelle Trailerserie, die meine Komolitonen und ich produzieren durfte!

Was ist der HHFT?

Der hessische Hochschulfilmtag ist eine eintägige Veranstaltung für Fachpublikum, organisiert von wunderbar engagierten Studentinnen der Film & Bewegtbild Klasse hier an der Kunsthochschule Kassel . Es ist ein von der hFMA (hessische Film und Medien Akademie) finanziertes Projekt, das dazu dient, jungen Filmschaffenden die Möglichkeiten zu bieten, ihre Arbeiten vor Fachpublikum zu präsentieren, oder noch in der Planung befindliche Projekte zu pitchen (bewerben). 2016 fand der HHFT bereits zum 7. mal statt. Auch für mich, der keinen Film zu präsentieren hatte, war es wunderbar spannend, da er mir eine gute Gelegenheit gab mich mit Gleichgesinnten aus Mainz, Frankfurt am Main, Darmstadt, Offenbach und vielen mehr (insgesamt 13 Hochschulen sind Teil des hFMA Netzwerkes) kurzzuschließen und Kontakte zu knüpfen.

Es gibt Traditionen

Seit 7 Jahren gibt es nun schon den HHFT. Da wundert es nicht, dass sich gewisse Abläufe in Form einer Tradition gehalten haben, weil sie in der Vergangenheit stets gut ankamen. So geschehen mit den studentisch produzierten Trailern. Die einzelnen Filmvorführungen des HHFT sind in genreartige Blöcke unterteilt, um etwas Struktur in die Vorführung zu bringen. Ein Dokumentarfilmblock, danach ein Spielfilmblock usw. Um diese Blöcke visuell zu unterteilen, hat sich eingebürgert, dass eine Gruppe der Film & Bewegtbildklasse eine Reihe von Minitrailern produziert. Das tun in der Regel immer die Neulinge. Zusammen mit Nik (Regie), Alexandra (Tonassi, Kameraassi),Till (Kamera), Raffi (Hauptrolle), Jonas (Nebenrolle), wurde mir (Tonmann) die Ehre zuteil, diese Trailer auf die Beine zu stellen.

Wir wollten eine kleine Geschichte erzählen. Sie sollte gut verdaulich und mit sachtem Humor garniert sein, um das Fachpublikum etwas aufzulockern. Im kasseler Neu-Café fanden wir uns zusammen und machten uns bei Kaffe und Kuchen Gedanken. Wie kann man in 7 x 15 - 30 Sekunden eine zusammenhängende, nette Geschichte erzählen? Was würde thematisch gut zum HHFT passen? Solche und noch viele andere Dinge mussten erarbeitet werden, bevor auch nur daran gedacht werden konnte, eine Kamera in die Hand zu nehmen. Übrigens hat uns der Zeitdruck hervorragend in die Karten gespielt (Alles, von Konzeptfindung, bis zum fertigen Produkt, sollte in knapp einem Monat fertig sein!). Das ist nicht ironisch gemeint, denn manchmal hilft es einfach, wenn man weiß, dass man in klassischer friss-oder-stirb-Manier an dem Projekt arbeiten muss, oder untergeht.

Die Trailerserie

Der Ideenaustausch war rasant und lebhaft. Ein Vorschlag jagte den nächsten und reichte von einem Pärchenszenario, bis zu der Idee Filmklassiker zu parodieren. Schlussendlich steckte in der fertigen Idee von allem etwas drin. Das Pärchenszenario wurde zu einem "Nerd wird von seiner Umwelt nicht verstanden" Konstrukt ausgearbeitet und von den Filmklassikern blieben die Filmtrivia übrig. Da wir das Projekt so klein und effizient wie möglich halten wollten, hat fast jeder von uns eine kleine Rolle im Film übernommen! Ich brauchte mich für meinen Einsatz nichtmal umzuziehen und durfte in Lederjacke (Alpha-Love <3) und Stiefeln den Kinorausschmeißer spielen. Ich möchte auch erwähnen, dass Nik nicht zufällig die Rolle eines Videothekenkunden übernommen hat (Schau dir das mal an: VIDEOSTORE).

Synopsis
Max ist ein sehr spezieller, junger Mann, mit einer großen Leidenschaft für Filme. Er kennt die belanglosesten Trivialitäten zu allen Klassikern und hat einen Hang dazu, diese ungefragt mit wildfremden Leuten zu teilen - Konflikte sind vorprogramiert! Doch auch für Max soll das Leben eine positive Überraschung parat haben - oder nicht?

Ich finde wir haben ein tolles Konzept erarbeitet. Es passt einfach gut zum HHFT und seiner lockeren und freundlichen Atmosphäre. Manchmal frage ich mich, warum wir alle so viel gefallen an dem Charakter des Nerds gefunden haben. War es wirklich nur seine überzeichnete, unbeholfene Art und Weise auf Menschen zuzugehen? Manchmal kam mir der Gedanke, ob er uns Filmemacher und Kunstschaffende allgemein, mit seiner unkonformen Art nicht ein bisschen den Spiegel vorhält? Fühlen wir uns mit unseren Filmen nicht oft genauso unverstanden und haben das Gefühl, uns damit den Menschen manchmal aufzudrängen? Ich musste mich lange überwinden diesen Blog anzufangen.

An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten meinen größten Dank aussprechen. Ihr wart ein hervorragendes Team. Besonders Raffi möchte ich hervorheben, der eine hervorragende Darbietung bot. Du hast einen tollen Job gemacht und hast das Publikum beim HHFT ´16 großartig zum Lachen gebracht. Mission erfolgreich!

Zum Schluss möchte ich euch nurnoch folgendes ans Herz legen: Besucht Filmfestivals! Nehmt an Filmwettbewerben teil! Solche kleinen Filmprojekte haben großes Lernpotenzial. Man kann aus ihnen nur wachsen. Das war´s soweit von mir. Ich bereite jetzt fleißig den nächsten Blogpost vor und hoffe euch beim nächsten mal wieder hier anzutrefffen. Einen schönen Start ins neue Jahr!

Liebe Grüße,

euer Harry

 

 

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