Erinnert ihr euch noch an unseren Super-8 Vampirfilm? Er hat es in die offizielle Auswahl des "Musik für Stummfilme" Festivals geschafft und wurde live auf der Bühne vertont. Ein Rückblick auf eine besondere Veranstaltung.

Über unseren Super-8 Stummfilm habe ich ja bereits ausführlich HIER berichtet. Nun gab es eine kleine Überraschung, als unser Film in die Auswahl des diesjährigen "Musik für Stummfilme" Festivals aufgenommen wurde. "Musik für Stummfilme" hat einen wirklich coolen Ansatz: Komponisten der Musikhochschule in Frankfurt suchen sich von allen Einsendungen die Filme raus, zu denen sie gerne selber Musik schreiben würden. Stummfilme eignen sich dafür natürlich ausgezeichnet, da das Medium Ton nunmal nicht zum Einsatz kommt, um mit dem Betrachter zu kommunizieren. Hier können sich die Komponisten ausleben und dem lautlosen Material mithilfe ihrer selbst geschrieben Stücke Leben einhauchen.



Gleichzeitig üben Studenten der Uni Darmstadt anhand dieser Veranstaltung das Aufzeichnen von Liveevents. Wir Filmemacher können unser Werk gänzlich neu genießen. Da wir bis zum Schluss keine Hörprobe hatten, war die ganze Angelegenheit natürlich nochmal spannender. Wie würde ein Außenstehender, nicht in der Entwicklung Beteiligter, unseren Film fühlen und verstehen? Was für Musik spielt sich in seinem Kopf dazu ab? Eine gewinnbringende Situation für alle Beteiligte wie ich finde.

Mehr Infos findet ihr hier: Musik für Stummfilme

 

 

 

 

 

Für unseren Film hat Malte Bechtold eine Klavierimprovisation vorbereitet. Wir hatten keinen Kontakt zueinander und doch ist etwas interessantes passiert: Malte hat für die Musik den ähnlichen Ansatz und Stil gewählt, wie er uns schon in den Köpfen schwirrte. Wir haben ja bereits den Film mit einer Klavierimprovisation auf YouTube hochgeladen. Anscheinend fand auch bei Malte eine sehr ähnliche Assoziation beim Betrachten des Streifens statt, wie bei uns. Auch er spielte eine Folgen von dissonanten Tönen und nutze sogar die Stahlseiten innerhalb seines Flügels, um an ihnen zu kratzen und die Atmosphäre noch verstörender zu gestalten. Eine lässige Vorstellung und ich kann jedem Empfehlen, der passendes Material zur Verfügung hat, bei dieser Veranstalltung teilzunehmen.

 

Das war mal ein kurzer Beitrag zur Abwechslung! Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig für dieses Festival begeistern und wer weiß: Vielleicht hat ja jemand noch stummes Material auf seiner Festplatte liegen und hat jetzt Motivation es einzuschicken. Wie dem auch sei, ich danke fürs Lesen und beim nächsten Mal geht wieder um Drohnen und den perfekten Einstieg ins Fliegen. Bis dahin wünsche ich euch nur das Beste!

Der letzte Beitrag: Ich habe meine erste Hochzeit gefilmt! | Ein Rückblick

Liebe Grüße,

euer Harry

 

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