Eine der vielen ausgelutschten, aber nicht weniger wahren Sprichwörter besagt: Wenn´s kommt, dann richtig. Das letzte Lebenszeichen meinerseits war im Juli, als ich offiziell meinen Basisklassenrückblick beendet habe (HIER). Also, was ist passiert? Was ist der Stand der Dinge?

Nach dem Trickfilmprojekt ging es richtig los: Mein eigenes Kurzfilmprojekt hing mir seit Monaten im Nacken und wollte nicht fertig werden (SPOILER: es ist fertig, juhu), durch meine Freundin bin ich an ein paar Fashionideeprojekte gelangt, ein Imagefilm für ein Luxusrestaurant kam hereingeflattert, dann sollten wir 7 Minitrailer für den Hessischen Hochschulfilmtag 2016 produzieren und zu guter letzt fing das Semester in der Film & bewegtes Bild Klasse an, in welcher ich mich erstmal zurechtfinden musste. Das soll alles aber gar nicht beschwerlich klingen, ich finde es nur schade, dass ich keine Zeit für den Blog gefunden habe. Er liegt mir ja doch sehr am Herzen. Ich gebe mal einen kurzen Überblick:

 

1 | Memories of 11:10pm - Das Projekt, das nie zu Ende gehen wollte

Vorweg: Von allen Dingen, die mich am meisten vereinnahmt haben, war es mein Kurzfilmprojekt "Memories of 11:10pm" (ehemals "Mannequin"), das mir die meisten Nerven raubte. "Und wie er, zusammen mit anderen kleinen Requisiten entstanden ist, erfahrt ihr in meinem nächsten Teil der "Hinter den Kulissen" Reihe zu MANNEQUIN. " Das schrieb ich zum Abschied meines letzten Blogeintrags, der sich mit dem Projekt beschäftigte. Es verdeutlicht sehr gut, dass nicht alles so lief, wie ich es mir vorstellte. Was genau das war, werde ich ausführlicher in einem eigenen Blogeintrag behandeln, weil ich denke, dass es für viele Filmemacher interesannt sein könnte, welche Fehler sich schon im Planungsprozess einschleichen können und wie man mit ihnen während und vor allem auch nach dem Projekt umgehen kann. Ich habe auf jeden Fall viel gelernt, was Gold wert ist für die Zukunft. Ich wollte ursprünglich bereits im Sommer, um den Juni/Juli herum, fertig werden!

Letztendlich habe ich den Deckel erst Ende Oktober zu gemacht. Es ist schwer zu beschreiben was passiert ist, aber jeder, der sich mal an einem Projekt, sei es Malerei, Musik, oder sonst etwas, lange aufgehalten hat, kennt das Gefühl: irgendetwas stört einen immer. Tödlich wird das, wenn es für das Projekt keine echte Frist gibt, denn dann hantiert man ewig am Material und vergisst warum einem nach Monaten das Werk immer noch nicht zusagt: weil es ein Abbild der eigenen Fähigkeiten von vor Monaten ist. In der Zwischenzeit hat man sich durch Workshops, Bücher, Filme, neue Ideen und vieles mehr, bereits so weit weg vom "alten Ich" und seinen damals beschränkteren Fähigkeiten entfernt, dass einem das nun alte Material garnicht gefallen kann. Als ich das realisierte, habe ich mir den 31.10.16 als Frist für das Projekt gesetzt und bin am 27.10. fertig geworden. Es hat etwas weh getan, aber mittlerweile bin ich heilfroh die Nabelschnur zum Film durchschnitten zu haben. Aber wie gesagt, ich werde zu der gesamten Thematik noch einen eigenen Beitrag schreiben. Ich glaube vielen Leuten, die selber kreativ Arbeiten und erschaffen, ergeht es irgendwann mal so.

2 | Trailer für den Hessischen Hochschulfilmtag ´16 (auch HHFT ´16)

Das ging ziemlich schnell: erster Tag, erstes Plenum in der Filmklasse und gleich wurden Nik, den beiden Jonas´, Alex, Till und mir die spaßige Aufgabe zuteil, Minitrailer für den diesjährigen HHFT zu produzieren. Sieben Trailer haben wir produziert. Sie sollen die einzelnen Filmblöcke trennen und ggf. für ein paar Schmunzler sorgen. Das kann für den einen, oder anderen ziemlich nützlich sein, denn der HHFT ist eine brancheninterne Veranstaltung. Gäste sind nur Personen aus dem Filmgeschäft, die sich erhoffen, die ein oder anderen Rechte an einem interesannten Film ergattern zu können.

Damit der Griff zur Brieftasche weniger verkrampft von statten geht, hilft es, wenn man nach einem Filmblock etwas aufgelockert wird. Leider kann ich die Trailer erst nach dem HHFT veröffentlichen, also speise ich euch mal mit ein paar Screenshots ab und hoffe ihr möget mir verzeihen. PS: In meiner Paraderolle eines Kinorausschmeißers (komisches Kino), durfte ich auch gleich mein Debut vor der Kamera geben.


3 | Imagefilm für ein Luxusrestaurant in Göttingen

Mein guter alter Freund Bob von Mercer Film hat vor einiger Zeit einen super Auftrag an Land gezogen: Einen Imagefilm für ein Luxusrestaurant in Göttingen, dessen Name ich jetzt nicht erwähnen darf (Tipp: hat was mit der alten, österreichischen Währung zu tun). Da sich solche Projekte am besten im Team bewältigen lassen, hat er mich freundlicherweise um Hilfe gebeten.

Es war eine feine Sache mal nicht der Hauptverantwortliche zu sein. Sich um den zeitintensiven Kleinkram zu kümmern, der am Set anfällt, ist eine herrliche Abwechslung. Zum Beispiel.den Aufbau der Technik, während Bob die Akteure instruiert, oder allgemein dafür zu sorgen,dass alles und jeder bereit steht, bevor die Aufnahme beginnt. Es hat super viel Spaß gemacht. Bis die Planungsphase meines nächsten Filmprojekts beendet ist, werde ich erstmal vorrangig im Hintergrund anderer Filmprojekte agieren und zurück geben, was ich bis jetzt an freiwilligem Engagement für meine Projekte erfahren durfte. Das war eine ganze Menge!

 

4 | Fashionvideos für Kiamisu - Alba Moda

Eine angenehme Zusammenarbeit hat sich mit Alba Moda ergeben. Zustande gekommen ist diese Kooperation durch meine Freundin Kim mit ihrem Fashionblog KIAMISU. Für Alba Moda sollte sie sich drei Outfits aus ihrem Sortiment zusammenstellen und eine dreiteilige Blogpostreihe dafür schreiben. So gewitzt wie meine Freundin ist, hat sie, ohne mich zu fragen, einfach mal ein Video obendrauf angeboten. Bei Alba Moda war man gleich angetan von der Idee. Moral von der Geschicht´: Fragen kostet nichts.

Um dem ganzen noch etwas tieferen Sinn zu verleihen: Bei mir kam direkt die Frage auf, wieviele Möglichkeiten ich eigentlich vertan habe, weil ich mich einfach nicht getraut habe Person XYZ ganz dreist zu fragen. Wie auch immer. Alles lief glatt und man hat ein schönes, herbstliches Outfitvideo produziert. Bei Alba Moda ist man begeistert und wenn alles gut läuft, kann man vielleicht in Zukunft öfter solche Projekte auf die Beine stellen. Freu.

 

5 | Mein erster Job als Hochzeitsfilmer

Weil es formal so gut passt, an 5. Stelle mein erster Auftrag als Hochzeitsfilmer, den mir wieder einmal Kim klären konnte. Hierüber werde ich einen eigenen Blogeintrag verfassen, weil es eine wirklich interessante Erfahrung war und ich mich hier auf etwas völlig neues vorbereiten musste. Dank der positiven Rückmeldung des Brautpaares weiß ich auch, dass ich meine Aufgabe erfolgreich gemeistert habe. Ich glaube meine Erfahrungen in diesem Job könnten ein interesanntes Beispiel dafür sein, wie man sich erfolgreich und ohne sich vor Angst selbst zu hemmen, in ein völlig neues Projekt begeben kann. Also jetzt allgemein, fernab von Hochzeitsfilmen. Wie bereite ich mich vor, worauf achte ich, welche Fragen sollte ich mir stellen und vieles mehr. Nächster Blogeintrag steht. Passt.

 

6 | Semesterstart in der Klasse "Film & bewegtes Bild"

Zu guter letzt hat auch mein Studium in der Klasse "Film & bewegtes Bild" angefangen. Ich musste mich erstmal etwas mühselig zurecht finden. Welche Veranstaltungen gibt es? Überschneidet sich Veranstaltung A mit Veranstaltung B (leider kommt das öfter vor, als mir lieb ist...)? Wer sind die neuen Leute? Gibt es Projekte und Veranstaltungen, in die man sich einklinken kann? Sowas und noch viel mehr stand bei mir auf dem Plan. Schlussendlich ergab sich, dass ich mich zu 90% in der Filmklasse und die restlichen 10% in der Trickfilmklasse aufhalte. Hier habe ich den "Virtual Reality" Workshop für mich entdeckt, da das auf jeden Fall ein Bereich ist, der in meinen Augen noch sehr, sehr wichtig wird in Zukunft. Hiervon etwas zu verstehen kann sich ggf. noch als Segen herausstellen. Was sich sonst noch in der Filmklasse ergibt, werde ich natürlich in Form von klassischen Blogbeiträgen festhalten.

Zum Schluss und in Ermangelung eines zum Thema passenden Bildes von mir, hier ein Foto aus Portugal.

Das ist der Stand der Dinge und ich entschuldige mich nochmals für meine lange Abwesenheit. Ich will wirklich nicht einer dieser Blogleichen werden, die sich alle 6 Monate melden und ankündigen "jetzt geht es richtig los!". Deshalb bedanke ich mich für eure Zeit und hoffe euch hat auch dieser Beitrag gefallen. Das nächste mal geht es weiter mit meinem ersten Auftrag als Hochzeitsfilmer. Definitiv weiß ich auch, dass der nächste Beitrag keine 5 Monate auf sich warten lassen wird. Macht´s gut!

Letzer Beitrag: Basisklassenrückblick Kunsthochschule Kassel - Teil 6 | Unser Trickfilm

Liebe Grüße,

euer Harry

 

 

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