Das war mein Beitrag zum 99Fire Films Awards 2015. Es war bis jetzt mein erster Anlauf und ich bin äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Selten hat das Wetter so schön mitgespielt

bei einem Dreh. Thema in diesem Jahr war „Was ich schon immer tun wollte!“ und es musste einmal ein Hashtag zu sehen und zu hören sein.

Beim den 99fire Films Awards geht es darum, innerhalb von 99 Stunden, einen kompletten Kurzfilm zu einem vorgegeben Thema zu realisieren, der genau 99 Sekunden lang sein muss.
Das heißt, dass in diesen 99 Stunden alles, von Idee zu Konzeption, Story Board, Technik- und Materialbeschaffung, bis zum Dreh und der Post-Produktion, alles geplant und durchgeführt werden muss.

Bei mir ist das so: Wenn ich auf die Schnelle etwas kreatives zustande bringen muss, beginne ich erstmal damit, alles was mir durch den Kopf wandert, sei es noch so dumm, banal, oder unpassend, niederzuschreiben und ggf. abwesend, mitten im Denkprozess kleine Skizzen anzufertigen. So enstehen schonmal innerhalb weniger Minuten, drei volle A5 Seiten mit, zum Teil, wirren Notizen und Kritzeleien.

Zusammen mit meinem guten Freund Jannik (der auch Hauptdarsteller dieses Streifens ist), mit dem ich wunderbar Ideen erarbeiten und konzipieren kann, machten wir uns das Thema dran und schnell stellten wir fest, dass viele Schlagworte sich grob um das Thema Selbstverwirklichung, Trägheit und Hoffnung drehten.
Schnell baute ich eine Brücke zu meinen eigenen Erfahrungen direkt nach dem Abitur, als mir auf einmal alle Last von den Schultern gefallen ist und ich mich plötzlich in einer Art Vakuum befand, aus dem ich mich lange herauskämpfen musste. Man weiß, was man sich vom Leben erträumt, findet jedoch keinen Anschluss, um daran wirklich zu arbeiten.

Und genau darum geht es in diesem kleinen Streifen. Der junge Mann im Film ist draußen spazieren, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen und trifft auf einen älteren Herren (gespielt von niemand geringerem, als meinem Vater!), welcher auf einer Parkbank eine kleine Pause einlegt. Beide kommen schnell ins Gespräch und der ältere Herr zeichnet sich durch seine einfache und  präzise Gesprächsführung aus, die dem jungen Mann sein eigentliches Problem schnell, etwas schmerzhaft, aber unkompliziert offen legt.

Ein wirklich schönes Projekt wie ich finde, auch wenn es nicht unter die besten 99 geschafft hat.
Hier habe ich tatsächlich eine ganz neue Seite meines Vaters kennengelernt, der sich als ein sehr fähiger Schauspieler offenbart hat.  Auch mein guter Freund Jannik hat mich sehr positiv beeindruckt und dazu beigetragen, dass ich diesen Film als einen meiner liebsten Streifen bisher betrachte.

Liebe Grüße,

euer Harry


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