Es ist schön, wenn alte Vorhaben später noch Früchte tragen. Ich habe mich vor langer Zeit entschieden, dass ich meine (damals noch Canon 550D) Kamera immer mit mir tragen werde

in meiner Tasche, damit ich immer, wenn mir etwas aufzeichnungswürdig erscheinen sollte, es auch festhalten könne.

So sammelten sich 1 ½ Jahre viele kleine, zusammenhangslose Videoschnipsel auf meiner Festplatte, ohne das ich genau wusste, was ich damit anfangen könnte. So saß ich eines Abends an meinem PC und wühlte mich durch YouTube auf der Suche nach neuer Musik, bis ich auf das (damals) neue Album von „The Brain Jonestown Massacre“ stieß mit dem Titel „Revelation“.

Das Lied, dass mich bis heute packen sollte war „Days, Weeks and Moths“ (Ja, MOTHS nicht MONTHS). Es löste in mir jedes mal wieder ein sehr intensives Kopfkino aus und erinnert mich immer wieder an all die Dinge, die ich mit meinen jungen Zwanzigern noch machen will: Ein Motorradgespann kaufen (BMW Boxermaschine natürlich) und einfach irgendwohin aufbrechen, ohne festes Ziel. Auf der Welle der Gegenwart treiben lassen und sich von den Eindrücken umschwimmen lassen.

Ich verspürte das dringende Bedürfnis, dieses Gefühl, in videographischer Form, in Form eines Musikvideos zu diesem Lied, dem Zuschauer zu übermitteln und stieß dann wieder über meine alten Videoschnipsel.

Erinnerungen sind intensiv und ich sah, dass diese Authenzität (es waren nunmal tatsächlich keine gestellten Szenen) meiner Clips sich sehr gut dazu eigneten den Zuschauer auf emotionaler Ebene abzuholen.

Und das wars auch – Das Video erzählt keine Geschichte, es hat keinen roten Faden, es ist ein Gefühl. Es ist das Gefühl, sich eine Zigarette anzuzünden, den Kickstarter seiner Maschine anzuschmeißen und man selbst zu sein. Camus wäre stolz auf mich.

Liebe Grüße,
euer Harry


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